Blühendes Bad Wörishofen - Der Tulpenpfad

1,0 Kilometer langer Tulpenpfad durch die Innenstadt
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  • Tulpenpfad Kneippstrasse
  • Tulpenpfad Denkmalplatz

Der Tulpenpfad führt vom Luitpold-Leusser-Platz über die Kathreinerstraße beim Wasserrad in die Kneippstraße, vorbei am Kurhaus und Denkmalplatz sowie Ludwig-Geromiller-Straße bis zum Ende der Kneippstraße.

Er ist insgesamt 1,0 Kilometer lang und hat 40 Info-Stationen.

Im Mittelpunkt vieler Beete steht die Duft-Tulpe "Bad Woerishofen", die im Jahr 2014 getauft wurde. Zu diesem Anlass wurde der Tulpenpfad durch die Innenstadt erstmals eröffnet.

Für den Tulpenpfad wurden im Oktober letzten Jahres 113.000 Blumenzwiebeln gepflanzt (darunter 45.000 Tulpenzwiebeln und 25.000 Narzissenzwiebeln), aus denen nun im Frühjahr eine große Anzahl an verschiedensten Pflanzensorten erblüht, wie beispielsweise prachtvolle Tulpen, Osterglocken oder Hyazinthen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Spaziergang entlang des Tulpenpfads!

Die Info-Stationen des Tulpenpfads

Beet 1

Tulpen-Geschichte

Jeder kennt die schlichte und schöne Tulpe. Sie sagt uns, dass der Winter vorbei ist und der Frühling begonnen hat. Die Tulpe hat eine spannende Geschichte zu bieten. Es ist eine Mischung aus einem "Märchen aus 1000 und einer Nacht" und einem Wirtschaftskrimi.

Beet 2

Türkischer Immigrant

Die Gartentulpe ist keine einheimische Wildpflanze, sondern ist aus Persien Ende des 15. Jahrhunderts in die Türkei gekommen. "Tulpe" heißt die Pflanze übrigens, weil ihr Spitzname im Türkischen "tülbent" lautet. Dies ist das Wort für eine alte türkische Kopfbedeckung, die einer Tulpenblüte ähnelt.

Beet 3

Tulpenmärchen aus 1001 Nacht

Im 15. Jahrhundert regierte Suleiman I. in Istanbul. Von ihm ist unter anderem bekannt, dass er die Tulpe sehr liebte. Die ersten Züchtungserfolge der Tulpen hießen dann auch "Jene, die mir das Herz verbrennt" und "Licht meiner Gedanken" und klangen ganz so wie aus einem Märchen aus "1000 und einer Nacht".

Beet 4

Indische Tulpen

Sultan Süleyman der Prächtige schmückte den Serail mit seiner Tulpenpracht, kleidete sich in ein Gewand mit kunstvoller Tulpenstickerei und setzte eine Tulpe in sein Wappen. Die wohlhabenden osmanischen Krieger und Kaufleute wetteiferten mit dem Sultan.
Auch die Herrscher weiter im Osten waren begeistert von der Tulpe. Muhammad Babur (1483-1530), Gründer des Mogulreiches und Herrscher über Indien, Afghanistan und Usbekistan, ließ große Gartenanlagen in Kabul und Samarkand mit Tulpen bepflanzen und brachte die Blume sogar bis nach Indien.

Beet 5

Wie die Tulpe nach Wien kam

Der flämische Diplomat Ogier de Busbecq wurde als Gesandter des Habsburger Kaisers Ferdinand I. zu Verhandlungen nach Konstantinopel geschickt und lebte mehr als sechs Jahre am Hof Süleymans. Im Jahr 1554 schickte Busbecq Samen und Zwiebeln einer Pflanze nach Wien.

Beet 6

Die europäische Erfolgsgeschichte der Tulpe

Die erste nach Europa eingeführte Tulpe gelangte in die Hände des kaiserlichen Gärtners und Botanikers Carolus Clusius, ein Wiener Freund von Busbecq. 1559 blühten die Tulpen in den Wiener Gärten. Zwei Jahre später fand man sie bereits in Augsburg.

Beet 7

Erblühter Misthaufen

Die ersten Tulpenzwiebeln soll einer schönen Legende nach bereits 1562 ein flämischer Händler zwischen den bestellten Tuchballen gefunden haben. Aber er fand keinen Geschmack an ihnen und warf sie auf den Misthaufen. Zufällig sei einige Wochen später ein Hobbybotaniker an diesem Misthaufen vorbeigeschlendert und habe dort ein voll erblühtes, farbenprächtiges und exotisch anmutendes Gewächs entdeckt.

Beet 8

Die "Keimzelle" der holländischen Tulpenkultur

Nach erfolgreicher Züchtung kehrte Clusius 1593 mit einer stattlichen Zahl an Tulpenzwiebeln in seine alte Heimat in den botanischen Garten der Universität Leiden zurück. Von Flandern gelangte die Tulpe nach Holland und von dort nach ganz Europa.

Beet 9

Salomons Seide

"Narzissus und die Tulipan, die ziehen sich viel schöner an, als Salomonis Seide …": So dichtete Paul Gerhardt vor mehr als 350 Jahren, wenige Jahre nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges, als Hunger und Elend den Alltag bestimmten.

Beet 10

Ohne Winter keine Tulpenblüte?

Tulpen und andere Frühjahrsblüher brauchen die kalten Wintertemperaturen, um blühen zu können. Durch die Kälte werden Hormone aufgebaut, die einen zu frühen Austrieb verhindern.

Beet 11

Statussymbol Tulpe

Die Tulpe entwickelte sich zu einem Statussymbol und zum Lieblingsobjekt von Spekulanten. Blumenmoden hat es im Laufe der Jahrhunderte viele gegeben - doch mit der Begeisterung für die Tulpe ist nichts vergleichbar.

Beet 12

Tulpenmanie

Schon im frühen 17. Jahrhundert wurde sie zum Spekulationsobjekt und Statussymbol. Das Interesse an der Tulpenzucht wuchs schnell. Ihr Zauber betörte und verführte die Menschen. Eine regelrechte Tulpenmanie entstand. Ihre Zwiebeln wurden teuer gehandelt. Es gab gewagte Spekulationen, bei denen noch gar nicht gezüchtete und daher noch nicht real vorhandene Sorten zu exorbitanten Preisen gehandelt wurden.

Beet 13

Tulpen und unruhiger Schlaf

Wo das Geld für eine ganze Zwiebel nicht reichte, erwarb man eben nur einen geringen Anteil daran. Der Bauer war auch auf eine Achtel-Zwiebel stolz. Schließlich versetzte so mancher sein gesamtes Hab und Gut. Die Tulpenzwiebeln, die teilweise nicht einmal real vorhanden waren, sondern noch (angeblich) im Boden schlummerten, erreichten buchstäblich "haushohe" Preise. Sie wurden übrigens nicht nach Stückzahl, sondern nach Gewicht verkauft. Wer tatsächlich einige Exemplare im Gartenbeet hatte, dem bereiteten Diebe schlaflose Nächte. Manch ein Gärtner soll sogar neben seinem Tulpenbeet geschlafen haben.

Beet 14

Was hat der Schunkelklassiker im Walzertakt " Tulpen aus Amsterdam" mit Deutschland zu tun?

Er ist eine deutsche Komposition von Ralf Arnie. Der Text ist von Ernst Bader, der nach dem Krieg um die Welt zog und mit dem Freddy Quinn 1956 die Spitze der Hitparade eroberte.

Beet 15

Malen lassen war billiger als Pflanzen

Eine Zwiebel der berühmten Sorte "Semper Augustus" kostete 1633 ca. 5.500 Gulden, drei Blumenzwiebeln erreichten 1637 gar 30.000 Gulden. Zum Vergleich - ein Amsterdamer Grachtenhaus kostete damals 10.000 Gulden. Rembrandt erhielt für sein Meisterwerk "Die Nachtwache" ein Honorar von 1.600 Gulden. So war es billiger, sich die begehrten Objekte von Künstlern malen zu lassen, als sie zu kaufen.

Beet 16

"Windhandel"

Die Tulpenblüte war Motiv für die schönsten und teuersten Stillleben, für Stoffe, Wandtapeten und Lackdosen. Wilde Spekulationsgeschäfte beherrschten den Tulpenmarkt und für einzelne Tulpenzwiebeln wurden enorme Preise gezahlt, die auf dem holländischen Markt den Wert eines Hauses in bester Lage erreichen konnten. Dieser Hype von 1634-1637 servierte den Niederlanden den ersten europäischen Börsenkrach. In der Folge gingen viele Händler und Privatleute bankrott und verloren all ihr Hab und Gut.

Beet 17

Erster Börsencrash der Geschichte

Als das Angebot dann größer war als die Nachfrage, fiel der Markt zusammen. 1637 fand in Alkmaar die schicksalhafte Auktion statt, bei der die Tulpen zum letzten Mal Höchstpreise erzielten. Sie gilt als erster Börsencrash der Geschichte und bis heute nennt man in Wirtschaftskreisen den traumhaften Wertanstieg von Aktien und ihren abrupten Fall "Tulpenfieber". Für viele Menschen kam der finanzielle Ruin praktisch über Nacht und die Wirtschaft kam in ganz Holland über Jahre zum Erliegen. Der Staat untersagte jede weitere Spekulation mit Tulpenzwiebeln.

Beet 18

Prominentes Opfer

Zu den Opfern der Tulpenmanie zählte auch der berühmte Maler Rembrandt. Als Hommage an Rembrandt, den wahrscheinlich größten niederländischen Maler des 17. Jahrhunderts, wurde eine Tulpenart, die Rembrandt-Tulpe, nach ihm benannt. Diese Rembrandt-Tulpen haben mehrfarbige Blätter mit unregelmäßiger Färbung und geflammten, gefleckten, gestreiften oder fedrigen Farbverläufen.

Beet 19

Narzissen und Tulpen vertragen sich auch in der Vase nicht

Nicht nur Tulpen, auch andere Schnittblumen, leiden unter der sogenannten "Narzissenallergie". Grund sind die schleimartigen Saftausscheidungen der Narzissen. Der Narzissensaft verstopft die Leitungsbahnen in den Stängeln der anderen Blumen, sodass diese kein Wasser mehr aufnehmen können und welken. Wer dennoch nicht auf einen bunten Frühlingsblumen-Strauß mit Narzissen verzichten will, sollte sie separat einen Tag in eine Vase mit Wasser stellen. Dadurch läuft der schleimige Saft der Narzissen aus. Danach die Narzissen – ohne sie erneut anzuschneiden – zu den anderen Blumen in der Vase drapieren.

Beet 20

Wie werden Tulpen vermehrt?

Tulpen können über Samen oder über Tochterzwiebeln vermehrt werden. Im Sommer wachsen an den großen Mutterzwiebeln Tochterzwiebeln heran, die im Frühherbst "gerodet" (ausgegraben und abgetrennt) werden. Sie bilden im kommenden Jahr größere Zwiebeln.
Die Gewinnung von blühfähigen Zwiebeln aus Samen ist wesentlich langwieriger als aus Tochterzwiebeln. Zudem besitzen die aus Samen gezogenen Pflanzen andere Eigenschaften (z. B. Blütenfarbe) als die Ausgangssorte.

Beet 21

Zwiebelgeheimnis

Schneeglöckchen, Tulpen, Osterglocken und Hyazinthen besitzen eine Zwiebel. Damit können sie sehr früh blühen. Die Mutterzwiebel zieht nach der Blüte ihre Blätter ein und die Kraft des Zellsaftes aus den Blättern gelangt als Speicherreserve in die Zwiebel. Dort bilden sich Brutzwiebeln. Deshalb niemals grüne Blätter von Zwiebelblumen abschneiden, sonst kann für das nächsten Jahr keine Blüte gebildet werden.

Beet 22

Die ungeschlechtliche Vermehrung

Diese führt zu einer großen Produktion gleichartiger Nachkommen. So entstehen weiße Flächen aus Schneeglöckchen oder Märzenbechern. Bei den Tulpen vermehren sich die Wildtulpen so besonders gut. Diese Vermehrungsart wird zur Produktion von Gartentulpen im großen Stil genutzt.

Beet 23

Die geschlechtliche Fortpflanzung

Tulpen können sich aber auch geschlechtlich fortpflanzen.
Bei der geschlechtlichen Vermehrung gelangt ein männliches Pollenkorn einer Tulpe auf den weiblichen Teil einer anderen Tulpenblüte (Bestäubung) und verschmilzt mit der weiblichen Eizelle. Dieser Vorgang ist die Befruchtung. Aus der befruchteten Eizelle entwickeln sich die Samen. Hierbei vermischen sich die Erbanlagen der väterlichen Tulpe mit der der mütterlichen Tulpe. So entstehen neue Eigenschaften, die zu einer neuen Tulpensorte führen können.

Beet 24

Wie tief sollen Zwiebeln gepflanzt werden?

Beim Pflanzen von Blumenzwiebeln gilt folgende Faustregel: Über der Zwiebelspitze muss mindestens soviel Erde sein, wie die Zwiebel hoch ist.

Beet 25

Tulpenzüchtung

Will man aber neue Tulpensorten züchten, muss man die geschlechtliche Fortpflanzung nutzen und per Hand die Pollen auf den Stempel der gewünschten Tulpe bringen.
Wenn die Tulpensamen reif sind, fallen sie in den Boden, überwintern dort und keimen im nächsten Frühjahr aus. Dieser neue Keimling bildet in Laufe des Jahres eine kleine Zwiebel, die wieder überwintert.
Dieser Vorgang wiederholt sich mehrere Jahre, bis die Zwiebel groß genug ist, um dann zu einer Tulpe mit Blüte auszuwachsen.

Beet 26

Was hat die Hyazinthe mit den Olympischen Spielen zu tun?

Überlieferungen zu Folge soll Hyacinthus, Sohn des Oebalus aus Lakonien, bei einem Diskuswettkampf tödlich verletzt worden sein. Aus seinem Blut sei die Hyazinthe erwachsen.

Beet 27

Tulpensamen

Die Tulpensamen sind relativ groß und sitzen in einer dreieckigen Kapsel. Diese reift im Sommer heran und enthält bis zu dreihundert Samen. Im nächsten Frühjahr haben sich dann - vorausgesetzt die Kreuzung ist geglückt - schon viele kleine Zwiebeln gebildet und die ersten zarten Tulpenpflänzchen sind zu sehen. Von Jahr zu Jahr werden die Tulpenzwiebeln nun größer und kräftiger. Es dauert aber ca. fünf Jahre bis aus der Blumenzwiebel auch eine erste Tulpenblüte sprießt.

Beet 28

Wo werden die meisten Tulpen angebaut?

Tulpen sind bedeutende Zierpflanzen, sowohl als Gartenpflanzen wie als Schnittblumen. Über 80 % der Welt-Tulpenproduktion stammt aus den Niederlanden. Hier werden über 1200 Sorten kultiviert, jedoch nehmen die 40 häufigsten über die Hälfte der Anbauflächen ein. Auf über 9500 Hektar Anbaufläche werden Tulpen in den Niederlanden angebaut.

Beet 29

Wie kam die Narzisse (Osterglocke) zu Ihrem Namen?

Die Bezeichnung "Narzisse" leitet sich von dem griechischen Wort "νάρκειν narkein" ab, welches "betäuben" bedeutet. Die Dichternarzisse, die auch in Griechenland wächst, strömt tatsächlich einen sehr intensiven und betäubenden Geruch aus. Die Römer übernahmen den griechischen Pflanzennamen als "narcissus".

Beet 30

Was haben Narzissen mit dem Echo zu tun?

In der griechischen Mythologie wird berichtet, dass die Quellnymphe Echo sich in den schönen Jüngling Narziss verliebte. Narziss wies Ihre Liebe aber herzlos zurück. Von unstillbarer Selbstliebe getrieben stürzte sich Narziss ins Wasser, als er sein von den Wellen des Sees verzerrtes Spiegelbild erblickte. Die Nymphe Echo verzehrte sich daraufhin vor Gram, bis nur noch die Stimme von ihr übrig blieb, was wir Echo nennen.

Beet 31

Gibt es aus dem Altertum Belege über Zwiebelblumen?

Der älteste Beleg, dass Narzissen als Blumenschmuck verwendet wurden, ist ein in einem altägyptischen Grab gefundener Kranz aus weißblühenden Tazetten.

Beet 32

Warum sind Narzissen die Blumen des Versprechens?

Wenn ein Jüngling es ernst meinte, überreichte er seiner Auserwählten einen Strauß weißer Narzissen.  Als Traumsymbol künden sie Liebe an. Der Duft von der Dichternarzisse (Narcissus poeticus) soll die Phantasie beflügeln und  warme, erotische Gefühle öffnen.

Beet 33

Zwiebelblumen und Mäuse?

Narzissenzwiebeln werden im Gegensatz zu Tulpenzwiebeln nicht von Wühlmäusen gefressen. Diese Gattung eignet sich daher besonders für Gärtner, die gelegentlich Probleme mit diesen Nagetieren haben. In Obstgärten werden Narzissen daher sogar gelegentlich auf die sogenannten Baumscheiben, um die Obstbäume herum gepflanzt, um deren Wurzeln auf diese Weise vor einer Benagung zu schützen.

Beet 34

Wie wertvoll ist eine Narzisse?

Die hohe Wertschätzung, die Narzissen im Vorderen Orient erfuhren und erfahren, drückt sich auch in einem Mohammed zugeschriebenen Ausspruch aus:          
"Wer zwei Brote hat, verkaufe eines und kaufe sich Narzissenblüten dafür; denn Brot ist nur dem Körper Nahrung, die Narzisse aber nährt die Seele."

Beet 35

Ist die Narzisse eine Giftpflanze?

Narzissen enthalten wie alle Amaryllisgewächse Amaryllidaceen-Alkaloide. Je nach Art kann dies unterschiedlich sein. Zu Vergiftungen kommt es gelegentlich, weil die Zwiebeln denen der Küchenzwiebel sehr ähnlich sehen. Der Verzehr von Narzissen-Zwiebeln kann zu Würgereiz, Erbrechen, Schläfrigkeit, Schweißausbruch, Benommenheit und einem Kollaps führen. Durch den Saft der Pflanze können lokal Hautreizungen auftreten. Es handelt sich dabei um eine Kontaktdermatitis, die auch als "Narzissenkrankheit" bezeichnet wird.

Beet 36

Kann die Narzisse die Zukunft vorhersagen?

In China werden Tazetten-Narzissen als Orakelblumen verwendet. Anfang Februar werden diese Zwiebeln angetrieben, sodass sie bis zum chinesischen Neujahrsfest blühen. Blühen mehrere Blüten zu Neujahr, wird es ein gutes Jahr.

Beet 37

Woher hat das Gänseblümchen seinen Namen?

Der Name "Gänseblümchen" entspringt dem  Denken der Kelten: Die Gans, deren jährliche Wanderung der Sonne folgt.
So ist die kosmische Göttin die Gänsemagd, die wie das Dorfmädchen das Federvieh am Morgen (Frühling) auf die grüne Wiese und am Abend (Herbst) wieder in den dunklen Stall treibt, in den Blumen vertreten.

Beet 38

Mit Gänseblümchen erfolgreich und gesund durchs Jahr?

Das Gänseblümchen ist einer der ersten Frühlingsboten und es heißt, wer die ersten drei Gänseblümchen im Frühjahr esse, werde das restliche Jahr von Zahnschmerzen, Augenbeschwerden und Fieber verschont. Wer getrocknete Gänseblümchen bei sich trägt, die am Johannistag mittags zwischen 12 und 13 Uhr gepflückt wurden, dem geht keine wichtige Arbeit schief.

Beet 39

Woher hat das Stiefmütterchen seinen Namen?

"Das große unterste Blumenblatt, gestützt auf zwei Kelchblätter, ist die Stiefmutter. Ihr zu Seiten sitzen auf je einem Stühlchen die beiden gutgekleideten eigenen Kinder, zuoberst die zwei schlichten Stiefkinder, die zusammen mit einem Stühlchen vorliebnehmen müssen. Der bedauernswerte Vater wird durch den Blumenstempel veranschaulicht. Infolge des Unfriedens in seiner Familie hat er weißes Haar bekommen, vor Kummer verkriecht er sich in seinen Fußsack, aus dem er kaum herausschauen kann. Er kommt erst zum Vorschein, wenn die anderen 'ausgegangen' sind, d. h. abgefallen sind."
Bis heute spricht man von "stiefmütterlicher Behandlung", wenn jemand einen anderen Menschen vernachlässigt

Beet 40

Wie kam das Vergissmeinnicht zu seinem Namen?

Der Name entstammt vermutlich einer deutschen Sage aus dem Mittelalter, als die kleine Pflanze Gott bat, sie nicht zu vergessen. Zur sprachlichen Besonderheit des Vergissmeinnichts gehört der ungebrochene Namenstransfer aus dem Deutschen in zahlreiche andere Sprachen, etwa Forget-me-not im Englischen und 勿忘我 (Wù wàngwǒ) im Chinesischen.

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