Arterielle Durchblutungsstörungen mit Kneipptherapie behandelt
Neben venösen Durchblutungsstörungen sprechen auch arterielle Minderdurchblutungen auf Kneippanwendungen hervorragend an. Es stehen vor allem Wechselgüsse, die Wickel mit Retterspitz, die Vierzellenbäder, Teilbäder mit Rosmarin und vor allem die Aktivierung der Durchblutung durch Bewegung im Vordergrund. Gute Erfolge konnten wir auch mit Ozon, UVB-Infusionen und HAES-Infusionen verzeichnen. Bei Dickflüssigkeit des Blutes (Hämatokritwert über 45%) bietet sich der Aderlass an Bei Durchblutungsstörungen der Beine wenden wir auch das ansteigende Armbad an, da aufgrund unserer Untersuchungen eine konsensuelle Reaktion erfolgt, d. h., dass über die Arme auch die Beine eine Verbesserung der Durchblutung erfahren. Das Repertoire der Bewegungstherapie besteht in einer gezielten Gymnastik mit Wippen auf den Zehen, leichten Kniebeugen und Ratchow-Bewegungen. Zur Anregung der Durchblutung werden zusätzlich noch Bindegewebsmassagen eingesetzt. Gerade durch Gewichtsreduzierung können toxische Stoffwechselablagerungen, bedingt durch die Minderdurchblutung, reduziert werden. Begleitend zu den Kneipp’schen Anwendungen führen wir Akupunkturbehandlungen durch, wobei auch in Akupunkturpunkte das Schlangengift injiziert werden können. Neben den üblichen Medikamenten wäre hier auch eine Ozon- oder UVB-Infusionstherapie möglich bei arteriellen Durchblutungsstörungen.
(Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Dr. Meier, langjähriger Leiter der Kneippklinik Sebastianeum in Bad Wörishofen)
