Kneipptherapie bei Rheumaerkrankungen
Rheumaerkrankungen sind ein weites Feld. Man versteht darunter die entzündlich-rheumatische Rheumaerkrankung mit Schwellung und Entzündung der Gelenke, den Weichteilrheumatismus mit Beteiligung der Muskulatur und der Sehnen und schließlich das weite Feld der degenerativen Erkrankungen mit Schwerpunkt der Arthrosen. Auch die alternative Medizin und die Kneipptherapie können bei rheumatischen Erkrankungen erfolgreich neben der Schulmedizin mit eingesetzt werden. Neben Wasseranwendungen haben sich vor allem Lehm- und Quarkwickel sowie Retterspitzwickel zur Behandlung von entzündlichen Gelenken als erfolgreich erwiesen. Ableitend wirken Wechselgüsse und Lehmpflaster. Um der Immobilität vorzubeugen, ist die krankengymnastische Einzelbehandlung im Bewegungsbad das Mittel der Wahl. Gerade durch Fastenkur erleben wir immer wieder einen Rückgang der entzündlichen Parameter. Was die Ernährung anbelangt, so liegt das Augenmerk auf einer Entsäuerung und Enteiweißung, sodass für einen Rheumapatienten tierisches Eiweiß, Schweinefleisch, Kuhmilch, Zuckerspeisen und Zuckergetränke, zumindest in der Akutphase, verboten sind. Die Entsäuerung erfolgt über Basensuppen und Gaben von Basenpulver. Auch die orthomolekulare Medizin mit Vitamin C und E sowie Selen und Zink ist hier angezeigt. Die lokale Rheumabehandlung erfolgt durch Umquaddelung der Gelenke mit Scandicain 1%ig, Bryonia, Ruta, Ledum und Teufelskralle. Einen hohen Stellenwert hat die Scenarbehandlung beim Weichteilrheumatismus, da mit dieser Therapie sehr schnell Schmerzen beseitigt werden können. Gerade bei rheumatischen Erkrankungen bietet sich die Kombination von Kneipptherapie und Thermaltherapie förmlich an, sodass ein Besuch der Südsee-Therme in Bad Wörishofen die naturheilkundliche Therapie abrundet.
(Freundlicherweise zur Verfügung gestelt von Herrn Dr. Meier, langjähriger Leiter der Kneippklinik Sebastianeum in Bad Wörishofen)
