Kneipptherapie bei Venenerkrankung
Eine Domäne der Kneippanwendungen sind Venenerkrankungen, die ihre Ursache in Bindegewebsschwäche, angeborenen Venenklappendefekten und in Venenentzündungen haben. Durch die Insuffizienz der Venenklappen kommt es zu einer Flussumkehr des venösen Blutes von innen nach außen. Zwei große L sollte jeder Venenpatient befolgen: Liegen und Laufen wirken sich positiv auf die Venen aus, da durch die Muskelpumpe das venöse Blut von Etage zu Etage befördert wird. Negativ sind die beiden S: Stehen und Sitzen. Zwei Säulen der Kneipptherapie werden bei Venenerkrankungen besonders angewandt: das kalte Wasser und die Bewegung. So empfehlen sich von Seiten der Kneippanwendungen Wadenwickel mit Lehm, Quark oder Retterspitz, kalte Kniegüsse und das Wassertreten sowie eine Gymnastik, wie wir sie in Bad Wörishofen durchführen, Nordic Walking, Fahrrad fahren und – unterstützend von Seiten der Phytotherapie – Rosskastanienextrakte und Extrakte aus Weinlaub. Auch eine Gewichtsreduzierung verbessert den venösen Rückfluss.
(Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Dr. Meier, langjähriger Leiter der Kneippklinik Sebastianeum in Bad Wörishofen)