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Schlaganfall

Schlaganfall mit Schulmedizin, Naturheilkunde und Kneipptherapie behandelt

Kaum ein anderes Krankheitsbild verändert das Leben eines Menschen so nachhaltig, wie der Schlaganfall . Dieses Krankheitsbild hat eine lange Vorgeschichte, denn es basiert häufig auf den sogenannten Risikofaktoren, die zu einer Gefäßveränderung führen: Hochdruck – Diabetes mellitus – Arteriosklerose – Herzrhythmusstörungen – Übergewicht – erhöhtes Cholesterin – Rauchen und schließlich das Alter. Ausgelöst wird ein Schlaganfall durch eine akut auftretende Minderdurchblutung eines Gehirnareals, eine Blutung oder eine plötzliche Embolie. Wird ein Bereich des Gehirns nicht mehr mit Sauerstoff über das Blut versorgt, kommt es zu einem Absterben der Gehirnzellen. Ob es sich um eine Minderdurchblutung oder Embolie oder Blutung bei einem Schlaganfall handelt, ist sehr wichtig, da sich die Therapie danach richtet. Eine schnelle Einweisung ins Krankenhaus ist daher eine absolute Notwendigkeit, um die bestmögliche Therapie einzuleiten.

Einem apoplektischen Geschehen können als Warnzeichen plötzliche Schwäche einer Körperseite, Gefühlsstörungen einer Körperseite oder des Gesichtes, eine einseitige Sehstörung oder Doppelbilder sowie vorübergehende Sprachstörungen oder Wortfindungsstörungen vorausgehen. Hat sich der Schlaganfall dann endgültig manifestiert, erkennen wir ihn an einer bleibenden Arm- oder Beinlähmung, einem herabhängenden Mundwinkel bei Fazialislähmung und weiterhin an einem Taubheitsgefühl an Armen und Beinen oder im Gesicht; die Sprache ist verwaschen und häufig klagt der Pat. auch über Doppelbilder mit Sehstörungen.

Auch der Laie kann sehr schnell einen Schlaganfall diagnostizieren mit folgenden Maßnahmen:

Bitten Sie die Person, zu lächeln oder die Backen aufzublasen (das Gesicht wird durch Lähmung einseitig verzogen)
Bitten Sie die Person, einen einfachen Satz nachzusprechen (die Sprache darf nicht verwaschen sein)
Bitten Sie die Person, gleichzeitig beide Arme nach oben zu heben oder prüfen Sie die grobe Kraft der Beine (bei einer Lähmung kann weder der Arm noch das gelähmte Bein angehoben werden).

Therapie:
Der Schlaganfall ist ein absoluter Notfall, der eine sofortige Einweisung ins Krankenhaus notwendig macht, wobei der Betroffene vor allem in eine geeignete Spezialklinik (stroke unit) eingewiesen werden sollte, wo sofort alle möglichen Maßnahmen durchgeführt werden können.

Wie bereits ausgeführt, richtet sich die Akuttherapie nach der Diagnose der Kernspintomographie. Bei akuter Minderdurchblutung erfolgt eine Blutverdünnung, bei Vorhandensein eines Thrombus eine Auflösung durch eine Thrombolyse, bei Gehirnblutung sind vor allem druckentlastende Maßnahmen des Gehirns notwendig. Relativ früh wird bereits mit der Rehabilitation begonnen, wobei das Ziel jeder Rehabilitation ein gezieltes Erlernen und Wiederherstellen der verlorenen Körperfunktionen sein sollte, außerdem Erlernen der Körperwahrnehmung, Wiederherstellung der Gehfähigkeit und Einübung von Gangmustern sowie Einübung der alltäglichen Fähigkeiten durch Ergotherapeuten. Aufgabe der Logopädie ist es, Wortfindungsstörungen zu verbessern und Sprachfähigkeiten wieder herzustellen. Diese primäre Rehabilitation, die im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt erfolgt, sollte gezielt in einem Rehabilitationszentrum stattfinden, das eine optimale Durchführung bietet.

Kneipptherapie und naturheilkundliche Verfahren, wie sie in Bad Wörishofen durchgeführt werden, bieten sich als zweiten Schritt nach einer Rehabilitation an. Neben durchblutungsfördernden Maßnahmen wie gezielten Wechselgüssen liegt unser Schwerpunkt auf der Behandlung der Spastik mit krankengymnastischen Einzelbehandlungen im Bewegungsbad. Dazu kommen Gehschule, Einzelgymnastik, ergotherapeutische Behandlung und Lockerungsmassagen sowie gezielte Skenar-Behandlung. Ergänzt wird die Therapie durch eine gezielte Schädelakupunktur, Homöopathie, den Einsatz von Schlangengiften.

Der Patient wird in ein Programm eingeübt, welches er auch zu Hause weiterführen muss. Eine Variante einer Minderdurchblutung ist auch eine sogenannte transitorisch-ischämische Attacke (TIA), die mit der Symptomatik einer Lähmung einhergeht, wobei sich nach 24 Stunden die Lähmungserscheinungen wieder zurückgebildet haben. Hierbei handelt es sich also um eine vorübergehende Minderdurchblutung eines Gehirnareals, ausgelöst durch eine Gefäßverengung. Es ist ein Schuss vor den Bug; hierbei ist eine intensive ärztliche Überwachung, eine strikte Blutdruckkontrolle sowie die Herabsetzung der Blutgerinnung aus ärztlicher Sicht dringend geboten, da 80% dieser transitorisch-ischämischen Attacken in einem Zeitraum von fünf Jahren sich zu einem bleibenden Schlaganfall entwickeln können.

(Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Dr. Meier, langjähriger Leiter der Kneippklinik Sebastianeum in Bad Wörishofen.)

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