Bindehautentzündung = Konjunktivitis
Krankheitsursachen
Eine Bindehautentzündung kann viele verschiedene Ursachen haben. In vielen Fällen ist eine Infektion mit Viren oder Bakterien der Grund. Häufig sind auch allergische Reaktionen auf Pollen oder andere Allergene. Umwelteinflüsse, wie zu trockene Luft oder Rauch, oder Störungen des Tränenfilms sind weitere mögliche Ursachen. Hinzu kommen Fremdkörper im Auge.
Wie bemerken Sie die Krankheit?
Die Augen jucken oder brennen, oder es fühlt sich an, als wären Fremdkörper im Auge – wie Sandkörner, die bei jedem Lidschlag auf der Augenoberfläche reiben. Oft sind morgens die Lider verklebt. Sichtbare Zeichen sind die Rötung der Bindehaut und eventuell die wässrigen, schleimigen oder eitrigen Absonderungen, die das morgendliche Verkleben bewirken. Das Auge ist in der Regel gerötet. – Allerdings kann ein „Rotes Auge“ auch das Symptom einer anderen Augenkrankheit sein.
Welche Untersuchungen gibt es?
Die Augenoberfläche wird an der Spaltlampe oder dem Biomikroskop gründlich untersucht. Die Befragung des Patienten gibt wichtige Hinweise auf die Ursache der Bindehautentzündung. In selteneren Fällen entnimmt der Augenarzt einen Abstrich, der auf Erreger untersucht wird.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung richtet sich nach den Ursachen der Konjunktivitis. Bei einer bakteriellen Infektion beispielsweise werden antibiotische Augentropfen verordnet.
Kommentar
Viele Patienten versuchen, eine Konjunktivits selbst zu therapieren. Häufig werden Teebeutel auf das Auge gelegt, besonders gerne wird auch mit Kamillenbädern behandelt. Vor diesen „Heilmethoden“ muss dringend gewarnt werden, da sie sehr häufig schwere allergische Reaktionen auslösen.
Eine gerötete Bindehaut kann auch das Anzeichen für einen Glaukomanfall sein. Wenn die Konjunktivits mit einer Sehverschlechterung und/oder mit stärkeren Schmerzen einhergeht, könnten auch tiefere Schichten des Auges betroffen sein, z. B. die Hornhaut oder die Iris. Jedes dieser Symptome ist ein Alarmsignal, und man sollte sofort einen Augenarzt aufsuchen.
(Quelle: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V., Pressereferat: Dr. med. Georg Eckert, 89250 Senden, zur Verfügung gestellt und kommentiert von: Dr. med. Wolfgang Pfeifer, Augenarzt in Bad Wörishofen)