Zuckerbedingte Netzhauterkrankung = diabetische Retinopathie
Krankheitsursachen
Die hohe Zuckerkonzentration im Blut von Diabetikern führt mittelfristig zu Schäden an den feinen Blutgefäßen im Auge. Es kommt zu Gefäßverschlüssen, wodurch in der Folge Sehzellen nicht mehr ausreichend versorgt werden. Andererseits tritt Flüssigkeit aus den schadhaften Gefäßen aus, was die Netzhaut ebenfalls schädigt. In schweren Fällen wuchern schadhafte Blutgefäße in das Augeninnere und führen zum Einbluten des Augapfels. Endstadium ist die Netzhautablösung und Erblindung.
Wie bemerken Sie die Krankheit?
Lange Zeit bemerkt der Diabetiker keine Sehverschlechterung, auch wenn dem Augenarzt bereits Veränderungen an der Netzhaut auffallen. In einem späten Stadium bemerken die Patienten verschwommene oder verzerrte Bilder oder Sehverschlechterungen durch Einblutung bis hin zur Erblindung.
Welche Untersuchungen gibt es?
Der Augenarzt erweitert die Pupille mit Augentropfen, um auch die Randbereiche der Netzhaut beurteilen zu können.
Behandlungsmöglichkeiten
Damit die Zuckerkrankheit möglichst keine Schäden am Auge anrichtet, ist es wichtig, Blutzucker und Blutdruck gut einzustellen. Regelmäßige Untersuchungen beim Augenarzt – in der Regel einmal im Jahr – geben Aufschluss darüber, ob eine Behandlung am Auge notwendig ist. In bestimmten Stadien der diabetischen Retinopathie kann das Fortschreiten der Krankheit mit einer Lasertherapie gestoppt werden.
Kommentar
Viele Augenärzte empfehlen bei Diabetes mellitus sogar regelmäßige halbjährliche Untersuchungen. Wenn durch die Zuckerkrankheit bereits Schäden an der Netzhaut verursacht wurden, sollte man den Augenarzt alle 3 Monate aufsuchen.
(Quelle: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V., Pressereferat: Dr. med. Georg Eckert, 89250 Senden, zur Verfügung gestellt und kommentiert von: Dr. med. Wolfgang Pfeifer, Augenarzt in Bad Wörishofen)