Glaskörpertrübungen = fliegende Mücken (Mouches volantes)
Krankheitsursachen
Unser Auge besteht zum weitaus größten Anteil aus dem so genannten Glaskörper, einer ursprünglich klaren, geleeartigen Masse. Er füllt das Innere des Augapfels aus und verleiht dem Auge von innen her Stabilität. Mit zunehmendem Alter schrumpft der Glaskörper und löst sich dabei von der hinteren Wand des Augapfels ab. Auch die kollagenhaltigen Fasern im Glaskörper ballen sich während dieses Prozesses zusammen und erscheinen nun in unserem Blickfeld als Fusseln, Pünktchen, Mücken oder auch größere Fliegen.
Wie bemerken Sie die Krankheit?
Die schwarzen beweglichen Punkte tauchen plötzlich in unserem Blickfeld auf, können aber auch schnell wieder verschwinden. Wir sehen sie vor allem, wenn wir auf weiße Flächen schauen.
Welche Untersuchungen gibt es?
Der Augenarzt sieht diese Glaskörpertrübungen, wenn er mit der Spaltlampe das Auge untersucht. Häufig wird auch die Pupille weit gestellt, um sicher zu gehen, dass es sich wirklich nur um harmlose Glasköpertrübungen handelt und nicht etwa um eine gefährlichere Glaskörperabhebung oder um eine Netzhautablösung.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Glaskörpertrübungen sind eine harmlose Alterserscheinung und sind nicht behandlungsbedürftig. Sie können im Laufe der Zeit nach unten absinken, oder aber man gewöhnt sich allmählich an die „fliegenden Mücken“ und sieht darüber hinweg. Kein Augenarzt und keine Augenklinik würden diese Trübungen operativ entfernen, auch wenn dies theoretisch schon möglich wäre. Man müsste dazu den ganzen Glaskörper aus dem Auge entfernen. Diese so genannte Vitrektomie ist eine große aufwändige Augenoperation. Im Verhältnis zu diesen kleinen Sehbeeinträchtigungen wäre sie viel zu riskant.
Kommentar
Sollten die „fliegenden Mücken“ plötzlich in dichteren Schwärmen auftauchen, sollten Sie einen Regen von Rußflocken sehen, Lichtblitze oder einen schwarzen Vorhang, der einen Teil des Blickfeldes verdunkelt, dann sollten Sie sofort einen Augenarzt aufsuchen oder die nächstgelegene Augenklinik, denn dann ist Eile geboten, da diese Symptome eine Netzhautablösung ankündigen.
(Quelle: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V., Pressereferat: Dr. med. Georg Eckert, 89250 Senden, zur Verfügung gestellt und kommentiert von: Dr. med. Wolfgang Pfeifer, Augenarzt in Bad Wörishofen)