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katarakt

Grauer Star = Linsentrübungen (Katarakt, Cataract)

Krankheitsursachen
Die körpereigene Linse wird im Laufe der Jahre trüb – das ist ein häufiger Alterungsprozess, der von Patient zu Patient unterschiedlich schnell abläuft. Auch bestimmte Medikamente sowie Rauchen können dazu beitragen, dass sich die Linsentrübung schneller entwickelt. Aber auch Augenverletzungen können zu einer Trübung der Linse führen. In seltenen Fällen ist die Katarakt angeboren.

Wie bemerken Sie die Krankheit?
Die Umwelt erscheint unscharf, matt, als sähe man sie durch eine Milchglasscheibe. Die Farben verblassen, man fühlt sich oft mehr oder weniger stark geblendet. Mitunter stellen die Patienten erfreut fest, dass sie plötzlich ohne Lesebrille auskommen – denn die Katarakt kann auch die Brechkraft der Linse beeinflussen.

Welche Untersuchungen gibt es?
Die fortgeschrittene Katarakt ist schon mit bloßem Auge zu erkennen – die Linse hinter der Pupille erscheint weißlich-trüb. Wenn die Entscheidung für die Operation gefallen ist, stehen eine Reihe von Voruntersuchungen an: Das gesamte Auge wird untersucht, um weitere Augenkrankheiten auszuschließen. Mit einer Ultraschallmessung lässt sich die Brechkraft der zu implantierenden Kunstlinse genau bestimmen.

Behandlungsmöglichkeiten
Die trübe Augenlinse wird operativ entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Diese Operation ist der häufigste von allen operativen Eingriffen, und sie ist sehr erfolgreich. In den meisten Fällen kann sie ambulant erfolgen, das heißt wenige Stunden nach dem Eingriff kann der Patient wieder nach Hause gehen.

Kommentar
Bei beginnenden Linsentrübungen kann man oft noch mit abgeänderten Brillengläsern eine Sehverbesserung erreichen und den Operationstermin etwas hinauszögern, doch aufhalten kann man diesen Alterungsprozess leider nicht.

Wenn vom Augenarzt ein beginnender Grauer Star festgestellt wurde, sollte man regelmäßig, alle 3 Monate, den Grauen Star kontrollieren lassen, damit der richtige Zeitpunkt für eine Operation vom Arzt festgelegt werden kann. Meistens ist eine Operation notwendig, wenn die Sehschärfe auf 40 bis 50 Prozent herabgesetzt ist und wenn die Lesefähigkeit stark eingeschränkt ist.
Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 600.000 Katarakt-Operationen durchgeführt. Mehr als 90 Prozent aller Patienten können nach dem Eingriff wesentlich besser sehen!

Manchmal kann es nach Wochen oder Monaten wieder zu einer allmählichen Verschlechterung der Sehschärfe kommen. Ursache hierfür ist eine Eintrübung der Linsenkapsel, die bei der Kataraktoperation nicht entfernt wurde. Dieser so genannte Nachstar lässt sich rasch mit einem bestimmten Lasergerät behandeln bzw. wegpolieren.

*(Quelle: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V., Pressereferat: Dr. med. Georg Eckert, 89250 Senden,
zur Verfügung gestellt und kommentiert von: Dr. med. Wolfgang Pfeifer, Augenarzt in Bad Wörishofen)*

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