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Makuladegeneration

Altersabhängige Erkrankung der Netzhautmitte = Makuladegeneration (AMD)

Krankheitsursachen
Die Ursachen sind noch nicht im Detail erforscht. In der Netzhautmitte, besonders im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens, lagern sich Stoffwechselprodukte ab. Diese Ablagerungen führen zum Absterben der Netzhautzellen (trockene AMD). Bei einem kleinen Teil der Patienten bilden sich neue, jedoch schadhafte Blutgefäße, die einen raschen Verlust des Sehvermögens verursachen (feuchte AMD). Bekannte Risikofaktoren sind das Alter und das Rauchen.

Wie bemerken Sie die Krankheit?
Die AMD verursacht keine Schmerzen. Mögliche Symptome sind: Farben wirken blasser. - In der Mitte des Gesichtsfeldes erscheint ein blinder oder grauer Fleck. - Gerade Linien erscheinen wellig oder verzerrt.

Welche Untersuchungen gibt es?
Der Augenarzt untersucht den Augenhintergrund. Mit Hilfe des Amsler-Gitters kann man prüfen, ob gerade Linien verzerrt oder wellig wirken. Eine weitergehende Untersuchungsmethode ist die Fluoreszenzangiographie.

Behandlungsmöglichkeiten
Vorbeugend ist zu empfehlen, das Rauchen aufzugeben und sich vitaminreich zu ernähren. Bei bestimmten Stadien einer trockenen AMD wird der Augenarzt zu einer speziellen Kombination von Nahrungsergänzungsmitteln raten. Die aggressive feuchte Form der AMD wird mittlerweile auch medikamentös behandelt.

Kommentar
Ein erhöhtes AMD-Risiko besteht auch bei hohem Blutdruck und bei häufigem Aufenthalt in grellem Sonnenlicht ohne Sonnenbrille und ohne UV-Schutzfilter. – Wie oben erwähnt, wird die feuchte AMD inzwischen mit Medikamenten behandelt, die direkt in das Auge eingespritzt werden müssen. Da diese Medikamente nur eine bestimmte Zeit wirken, sind in der Regel wiederholte Injektionen notwendig. Diese teuren Behandlungen werden zum Teil von der Krankenkasse übernommen, bringen aber, nach meinen Erfahrungen, oft nicht den gewünschten Erfolg. Teilweise schreitet die Makuladegeneration trotzdem fort, in einigen Fällen kommt es zu einem Stillstand der Makulaerkrankung, nur in sehr wenigen Fällen konnte ich nach dieser aufwändigen Spritzenbehandlung einen Anstieg der Sehschärfe beobachten.

Die allerbeste Methode, sich vor einer Makulaerkrankung zu schützen, ist meiner Meinung nach immer noch, ihr rechtzeitig vorzubeugen:
1. nicht rauchen, 2. grelles Sonnenlicht meiden, 3. auf normalen Blutdruck achten, 4. gesunde vitaminreiche Ernährung und Einnahme von entsprechenden Ernährungsergänzungspräparaten, am besten bereits ab dem 40. Lebensjahr, 5. einmal im Jahr zur Vorsorgeuntersuchung zum Augenarzt gehen.

(Quelle: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V., Pressereferat: Dr. med. Georg Eckert, 89250 Senden, zur Verfügung gestellt und kommentiert von: Dr. med. Wolfgang Pfeifer, Augenarzt in Bad Wörishofen)

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