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Myopie

Kurzsichtigkeit = Myopie

Krankheitsursachen
Das Auge weicht von der Idealform ab, es ist zu „lang“. Das führt dazu, dass sich bei weit entfernten Objekten die Lichtstrahlen nicht genau auf der Ebene der Netzhaut bündeln, sondern davor.

Wie bemerken Sie die Krankheit?
Gegenstände in der Nähe sind gut zu erkennen, Objekte in der Ferne nur verschwommen.

Welche Untersuchungen gibt es?
Der Augenarzt prüft die Sehschärfe mit Leseproben, auf denen der Patient aus einer bestimmten Entfernung Buchstaben, Zahlen oder Symbole erkennen muss. Ein Mensch mit normalem Sehvermögen (Visus 1,0) kann Objekte mit einer Auflösung von einer Winkelsekunde erkennen. Für die objektive Messung der Brechkraft des Auges (Refraktion) steht die Methode der Skiaskopie zu Verfügung, die schon bei kleinen Kindern und Babys durchgeführt werden kann. Auch mit einem Autorefraktometer genannten Gerät wird die Refraktion gemessen. Die Maßeinheit für die Brechkraft des Auges ist die Dioptrie.

Behandlungsmöglichkeiten
Kurzsichtigkeit kann nicht im eigentlichen Sinne behandelt werden, sie lässt sich aber gut korrigieren. Dazu stehen Brillen oder Kontaktlinsen zur Verfügung. Außerdem gibt es die Möglichkeit der operativen Korrektur durch die refraktive Hornhautchirurgie.

Kommentar
Die Kurzsichtigkeit wird mit einem konkaven, streuenden Brillenglas, einem so genannten Minusglas, korrigiert.
Man hat festgestellt, dass das Augenwachstum erst ab dem 25. Lebensjahr abgeschlossen ist. Bei Kindern und jungen Menschen sollten die Brillenwerte deshalb kurzfristiger kontrolliert werden, am besten vierteljährlich, später einmal im Jahr, da dann auch Krankheiten oder Alterungsprozesse das Sehen beeinträchtigen und verändern können.
„Entspannungsübungen“ und „Augenmuskeltraining“ können an einer Kurzsichtigkeit überhaupt nichts ändern. Der etwas längere Augapfel des Kurzsichtigen kann durch keine Art von Training verkürzt werden. Deshalb ist die Lehre von Dr. W. Bates, die behauptet, dass trainierte Augenmuskeln eine Kurzsichtigkeit ausgleichen können, ein absoluter Unsinn und gehört ins Reich der Sagen und Märchen!

(Quelle: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V., Pressereferat: Dr. med. Georg Eckert, 89250 Senden, zur Verfügung gestellt und kommentiert von: Dr. med. Wolfgang Pfeifer, Augenarzt in Bad Wörishofen)

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