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hyperopie

Weit- bzw. Übersichtigkeit = Hyperopie

Krankheitsursachen
Im Unterschied zum kurzsichtigen Auge ist das weit- oder übersichtige Auge „zu kurz“. Dadurch werden Lichtstrahlen nicht auf der Netzhaut gebündelt, sondern dahinter.

Wie bemerken Sie die Krankheit?
Objekte in der Ferne werden deutlicher gesehen als nahe liegende Gegenstände. Es kann vorkommen, dass eine leichte Weitsichtigkeit bis zum Alter von 35 bis 40 Jahren gar nicht auffällt und gar nicht registriert wird. Durch Anstrengung der Augenmuskeln, durch Akkommodation, kann nämlich eine geringe Übersichtigkeit vom jugendlichen Auge selbst korrigiert werden. Ist der Sehfehler jedoch größer, wird er auch schon im Kindesalter bemerkt und muss mit Brillengläsern ausgeglichen werden.

Welche Untersuchungen gibt es?
Der Augenarzt prüft die Sehschärfe mit Leseproben, auf denen der Patient aus einer bestimmten Entfernung Buchstaben, Zahlen oder Symbole erkennen muss. Ein Mensch mit normalem Sehvermögen (Visus 1,0) kann Objekte mit einer Auflösung von einer Winkelsekunde erkennen. Für die objektive Messung der Brechkraft des Auges (Refraktion) steht die Methode der Skiaskopie zu Verfügung, die schon bei kleinen Kindern und Babys durchgeführt werden kann. Auch mit einem Autorefraktometer genannten Gerät wird die Refraktion gemessen. Die Maßeinheit für die Brechkraft des Auges ist die Dioptrie.

Behandlungsmöglichkeiten
Wie die Kurzsichtigkeit kann auch die Weitsichtigkeit nicht im eigentlichen Sinne behandelt werden, sie lässt sich aber gut korrigieren. Dazu stehen Brillen oder Kontaktlinsen zur Verfügung. Außerdem gibt es die Möglichkeit der operativen Korrektur durch die refraktive Hornhautchirurgie.

Kommentar
Die Weitsichtigkeit wird mit einem konvexen, sammelnden Brillenglas, einem so genannten Plusglas, korrigiert.
Wenn der Weitsichtige keine Brille trägt oder wenn die Brillengläser zu schwach geworden sind, kann es zu Kopfschmerzen und zu Augenermüdung kommen. Diese Beschwerden treten häufiger abends und nach der Arbeit auf.
Auch für den Weitsichtigen gilt, dass das Augenwachstum erst ab dem 25. Lebensjahr abgeschlossen ist. Bei weitsichtigen Kindern und jungen Menschen sollten die Brillenwerte deshalb auch kurzfristiger kontrolliert werden, am besten vierteljährlich, später einmal im Jahr, da dann auch Krankheiten oder Alterungsprozesse das Sehen beeinträchtigen und verändern können.

(Quelle: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V., Pressereferat: Dr. med. Georg Eckert, 89250 Senden, zur Verfügung gestellt und kommentiert von: Dr. med. Wolfgang Pfeifer, Augenarzt in Bad Wörishofen)

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