Das trockene Auge
Sowohl die Qualität (Zusammensetzung) des Tränenfilmes als auch die Quantität (Menge) können verändert sein. Eine krankhafte Veränderung des Tränenfilmes führt zu einem unzureichenden Schutz der Augenoberfläche und zu Störungen des Sehvermögens. Klassische Symptome sind Augenbrennen, Tränenlaufen, Trockenheitsgefühl, Jucken, Fremdkörpergefühl, Druckgefühl — auch hinter den Augen -, morgendliches Verkleben der Lider, Lichtempfindlichkeit bis hin zu wechselnder oder reduzierter Sehschärfe. Mögliche Ursachen des Trockenen Auges sind neben dem altersbedingten Rückgang der wässrigen Tränenproduktion auch Allergien, hormonelle Ungleichgewichte, Hautkrankheiten, rheumatische Erkrankungen, bestimmte Medikamente oder klimatische Einflüsse. Nach einer genauen Analyse der Art der Beschwerden stehen dem Augenarzt mehrere Verfahren zur genauen diagnostischen Einordnung des Trockenen Auges zur Verfügung. Neben der Quantifizierung der basalen Tränensekretionsmenge kann die „Break-up¬time" (BUT) gemessen werden, das ist die Zeitspanne vom Öffnen der Lider bis zum Aufreißen des Tränenfilmes. Zur genaueren Einordnung des Trockenen Auges kann die Zusammensetzung des Tränenfilmes gemessen werden. Wenn das Tränenträufeln im Vordergrund steht, muss auch mittels Tränenwegspülung ein Verschluss der Tränenkanälchen Richtung Nasen-Rachen-Raum ausgeschlossen werden. Wichtig für die Diagnostik ist es auch, andere Erkrankungen wie erregerbedingte Bindehautentzündungen oder eine Regenbogenhautentzündung auszuschließen oder eine chronische Lidrandentzündung als Ursache zu erkennen.
(Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Dr. Ulrike Kottler, Augenärztin in Bad Wörishofen)