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Prostata

Mit der richtigen Ernährung schützen Sie sich vor Prostatakrebs

Mittlerweile ist der Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung des Mannes, wobei über 80% der Männer über 65 Jahre alt sind. Durch die stetig ansteigende Lebenserwartung von uns Männern kommt also auch dem über 65-jährigen Mann mit dieser Erkrankung ein wichtiger Aspekt zum Tragen: Lebenserwartungen von 10, 15 oder gar 20 Jahren ab 65 sind auch bei den Männern keine Seltenheit mehr. Demzufolge werden auch die 65, 70 und 75-jährigen in der Regel operiert oder bestrahlt, mit entsprechenden Konsequenzen für die Lebensqualität: Harninkontinenz, Impotenz bei sonst guter Konstitution. Am sinnvollsten erscheint daher die Prävention. Dem „Zuvorkommen“ (Prävention) der Erkrankung wird eine immer größere Bedeutung angemessen sein.

Da dies von den Verantwortlichen im Gesundheitswesen nicht umgesetzt wird, sind Sie also selbst gefragt. Was können Sie tun, um dieser Erkrankung zuvorzukommen?

In Asien kommt der Prostatakrebs unter Männern fast nicht vor, und die wenigen Männer, die einen solchen Tumor entwickeln, müssen in vielen Fällen nicht behandelt werden. Sehr viele Ärzte aus Japan sind nach Europa und USA gegangen, um die OP-Techniken bei Prostatakrebs zu erlernen, weil diese Erkrankung in Ihrem Land so gut wie nicht vorkommt.

Ursächlich für diese Auffälligkeit ist die Art der Ernährung anzusehen: Die asiatische Küche ist sehr stark vegetarisch orientiert und dabei werden vor allem sehr viele Soja-Produkte verwendet. Soja-Produkte enthalten sogenannte Iso-Flavone, zur Gruppe der Phytoöstrogene gehörende sekundäre Pflanzenstoffe. Ihren Namen haben die Phytoöstrogene wegen der chemisch strukturellen Ähnlichkeit zu unseren Östrogenen und Androgenen (s.Abbildung).

Eine geschlechtshormonelle Wirkung in hohen Dosen ist nachgewiesen. Mehrere wissenschaftliche Arbeiten weisen darauf hin, dass die regelmäßige Einnahme von Phytoöstrogenen hormonabhängige Tumoren wie Prostatakrebs bei Männern und Brustkrebs bei Frauen in der Entstehung hemmen können.

Bekannte Phytoöstrogene sind Daizidin, Genistein, die in Sojaprodukten vorkommen. Soja ist in der asiatischen Küche ein Grundnahrungsmittel, hier scheint auch die Ursache für die Seltenheit des Prostatakrebses zu liegen.

Ein weiterer Vertreter der Phytoöstrogene sind die Lingnane, die gehäuft auch in unseren heimischen Lebensmitteln vorkommen:
Hohe Konzentrationen weisen Leinsamen, Roggen und Hülsenfrüchte wie Linsen auf.
Und ein weiterer Vertreter gesunder Ernährung darf in der „Männerernährung“ nicht fehlen: die Lykopine, zur Stoffgruppe der Carotinoide gehörendes Carotin, das in Tomaten, Wassermelonen oder zum Beispiel in der Grapefruit in hoher Konzentration vorkommt. Die Lykopine wirken als antioxidative Stoffe und kommen in hoher Konzentration im Prostatagewebe vor. Dieser Schutz kann ebenfalls die Entstehung von Prostata-krebs verhindern, wie Studien der letzten Jahre zeigen. Man sollte allerdings bei der Einnahme und dem Verzehr einiges beachten: Sie sollten immer etwas Fett oder Öl mit einnehmen, sonst kann der Körper die Stoffe nicht verwerten und aufnehmen.

Was kann Man(n) also tun, um sich gesund und präventiv zu ernähren:

Essen Sie täglich 1 Portion mit Lykopinen, Phytoöstrogenen und Lignanen!

Zum Beispiel etwas gequollenen oder geschroteten Leinsamen zum Müsli, ab und zu Sojaprodukte oder asiatische Küche und regelmäßig Tomatenprodukte (es geht auch Ketchup und Tomatenmark) mit etwas Öl oder Fett.
Wollen Sie über Nahrungsergänzung aktiv werden, empfiehlt sich, auf die Dosierung und Kombination der Spurenelmente und sekundären Pflanzenstoffe zu achten, da sich bei zu hohen Dosen negative Effekte ergeben können.

(Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Dr. Michael Blessing, Urologe und Männerarzt in Bad Wörishofen.)

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