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Parodontitis - Erkrankung und Entzündung des Zahnhalteapparats

Die Parodontitis ist der häufigste Grund für Zahnverlust. Sie verläuft häufig relativ schmerzarm, so daß sie selbst erst sehr spät erkannt wird. Für Patienten verläuft sie häufig unerkannt oder ist erst im letzten Stadium zu bemerken. Regelmäßige Prophylaxe/professionelle Zahnreinigung verhindert zuverlässig die Entstehung und das Fortschreiten einer Parodontitis. Regelmäßig Zahnarztbesuche und Untersuchung durch Spezialisten dienen der Früherkennung. Erste Warnzeichen sind Zahnfleischbluten und ein schlechter Geschmack im Mund.

Die Parodontitis ist eine Infektionserkrankung

Das Vorhandensein bestimmter Bakterien ist Ursache für die Entstehung einer Parodontitis.

Zunächst kommt es durch anhaftende Bakterien im Zahnbelag zu einer Entzündung des Zahnfleischs, diesen Zustand nennt man Gingivitis.
Bleibt dieser Belag (Plaque) am Zahn und Zahnfleisch längere Zeit bestehen, kann aus der Gingivitis eine Parodontitis werden.
Die Parodontitis ist gekennzeichnet durch den Abbau des Zahnhalteapparates und des umgebenden Knochens. Die Zähne lockern sich und fallen schliesslich aus.
Laut der Vierten Deutsche Mundgesundheitsstudie von 2005 leiden mehr als die Hälfte aller Erwachsenen im Alter zwischen 35-44 und 48% der Senioren an einer mittelschweren Parodontitis. 20,5% der Erwachsenen und 39,8% der Senioren leiden an einer schweren Parodontitis (Bundeszahnärztekammer, Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung, Institut der Deutschen Zahnärzte: Vierte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS IV) Kurzfassung. 2006. URL: http://www.oegp.at/website/output.php?idfile=1274. Stand: 09.10.2008).

Ziel einer Parodontitisbehandlung ist es die Bakterienanzahl im Mund und in den entstandenen Zahnfleischtaschen zu reduzieren.
Neben verschieden stark ausgeprägten Parodontitiden hervorgerufen durch verschiedene Arten von bösartigen Bakterien gibt es auch genetische Ursachen für die Parodontitserkrankung.

Ein weitere extrem hoher Risikofaktor an einer Parodontitis zu erkranken ist das Rauchen (6fach höheres Risiko).

Vor einer Parodontitisbehandlung ist es möglich über eine individuelle Risikoeinschätzung eine Parodontitis vorhersagbar und langzeitstabil zu behandeln. Die Risikoeinschätzung kann mit Hilfe von Bakterienkeimtests und einer genetischen Risikoanalyse stattfinden.

Eine erfolgreiche Parodontitistherapie setzt die Teilnahme an professioneller Zahnreinigung/Prophylaxe in der Zahnarztpraxis und guter häuslicher Mundhygiene voraus.

Neben der Reinigung der Zahnfleischtaschen gehört auch das konsequente Entfernen von hoffnunglosen, nicht mehr behandelbaren Zähnen zu einer Parodontitistherapie bzw Sanierung von Bakterien, um schlimmeren Schaden zu verhindern.

Text und Bilder wurden freundlicherweise vom Implantatzentrum Bad Wörishofen-Unterschleißheim Dres. Ralf Masur, Andreas Kraus, Jan Märkle und Kollegen zur Verfügung gestellt. www.implantat-aktuell.de

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