Barfuß durch den Schnee
Im Winter wird das Immunsystem auf eine harte Probe gestellt. Vater Kneipp entdeckte dass kaltes Wasser dem Menschen gut tut. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass in Maßen genossene Temperaturwechsel die Abwehrkräfte des Körpers stärken.
Doch was tun, wenn die Kneipp-Becken die kalte Jahreszeit über abgepumpt werden? Schneetreten – so heißt die neue Alternative zum Wassertreten. Diese Kneippsche Variante erfreut sich stets größer werdender Beliebtheit. Die schneebedeckten Wiesen stellen eine kostenlose und einfache Wellness-Oase dar, wenn man sie nur richtig zu nutzen weiß.
Schneetreten ist eine kurze, aber wirkungsvolle Angelegenheit. Anfänger sollten den Schneemarsch nicht länger als eine Minute genießen – andernfalls könnte man sich aufgrund mangelnder Abhärtung einen deftigen Schnupfen einfangen oder sich gar Erfrierungen zuziehen.
Ideal für das Schneetreten sind Wiesen mit weichem Schnee, der frei von Streusalzen ist. Schneetreter stapfen wie beim Wassertreten in einer Art Storchengang über die Wiese und bleiben dabei stets in Bewegung. Auch die Arme sollten nicht still gehalten werden, sie dürfen munter gekreist werden.
Sobald die Zehen beginnen zu schmerzen, sollten die Füße sofort abgetrocknet und in dicke Socken gepackt werden. Da die Kälteempfindlichkeit bei jedem sehr unterschiedlich ausgeprägt ist, wird davon abzuraten sich nach der Dauer des Nebenmannes zu richten. Es ist dann Schluss, sobald die Füße anfangen weh zu tun. Die Außentemperatur sollte nicht kälter als -5 Grad sein.
Der Effekt des Schneetretens ist unmittelbar spürbar, die Durchblutung wird sofort angeregt und die Füße werden nach dem Marsch angenehm warm und bleiben es vermutlich auch den ganzen Tag über. Somit haben Erkältungsviren keine Angriffsfläche mehr. Zusätzlich wurde auch der Kreislauf kräftig angeregt. Eifrige Schneetreter neigen erheblich seltener zu Kopfschmerzen und Müdigkeit.
Viel Spaß wünscht Peter Pohl, Physiotherapie Kneippianum Bad Wörishofen

