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Knieguss

Knieguss gegen müde Beine

Der Wonnemonat Mai hat in diesem Jahr mit erheblichen Belastungen für den Kreislauf begonnen: Die Temperaturschwankungen zwischen hochsommerlich und fast schon frostig kalt fordern Immunsystem und alle Organe des Körpers. Besonders wetterfühlige Menschen leiden unter Kopfschmerzen, fühlen sich erschöpft und wie gerädert – ein typisches Symptom sind die sogenannten müden Beine, die auch nach langem Stehen auftreten können. Erleichterung verschaffen Anwendungen aus der Kneipp'schen Hydrotherapie: zum Beispiel der Knieguss, den Kneippbademeisterin Christl Kosek vom Kurhotel Austria erklärt, und den jeder zuhause anwenden kann.

Bei welchen Beschwerden wird der Knieguss angewendet?
Christl Kosek: Hauptsächlich setzt man ihn gegen müde Beine, Venenschwäche und Krampfadern, hohen Blutdruck und Lymphstauungen ein. Wie alle Kneipp-Anwendungen hilft der Knieguss auch, den Kreislauf zu aktivieren und das Immunsystem zu stärken.

Was brauche ich für den Knieguss?
Christl Kosek: Am besten einen kleinen Rost, den man im Sanitärfachhandel bekommt, und den man sich zuhause in die Badewanne oder Dusche stellt. Das Wasser kann dann gut ablaufen. Um eine Auskühlung zu verhindern, sollten die Füße beim Knieguss nämlich nicht im Wasser stehen.

Wie beginne ich mit dem Guss?
Christl Kosek: An der Außenseite des rechten Fußrückens, auf den man einen gleichmäßigen Wasserstrahl möglichst unter 18 Grad richtet. Dann geht man einige Male mit dem Wasserstrahl hin und her. Anschließend zieht man den schräg auftreffenden Wasserstrahl langsam an der Außenseite der Wade hoch nach hinten, bis etwas oberhalb der Kniekehle. Hier bleibt mit dem Wasserstrahl etwa fünf bis zehn Sekunden stehen. Es empfiehlt sich, den Wasserstrahl dabei wieder etwas hin und her zu bewegen. Danach geht es an der Innenfläche des rechten Unterschenkels mit dem Wasserstrahl wieder hinunter.

Folgt der linke Fuß nach dem gleichen Prinzip?
Fast, denn nachdem man die fünf bis zehn Sekunden an der Kniekehle verweilt hat, geht man nun unmittelbar wieder zum rechten Unterschenkel über, ohne am linken Unterschenkel hinunterzugehen. Dann bleibt man oberhalb der Kniekehle wieder einige Sekunden stehen und wechselt daraufhin zur linken Kniekehle. Nach einigen Sekunden Wartezeit geht es dann auf der Innenseite des linken Unterschenkels herunter zum Fußrand. Danach beginnt man nach dem gleichen Schema mit dem Guss von der Vorderseite der Beine, startend am rechten Fußrand. Oberhalb der Kniescheibe bleibt man dann für einige Sekunden stehen – und zum Schluss, nachdem beiden Knie begossen wurden, begießt man die Fußsohle. Danach Füße nicht abtrocknen nur Wasser abstreifen und durch aktive Bewegung die Füße wieder erwärmen.

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