Der Beifuß

KräuterwissenDer Beifuß, Beifuss, Heilkräuter, Heilpflanzen und Kräuterwissen nach Kneipp

Eigentlich wächst er relativ unscheinbar am Wegesrand und wird oft als Unkraut angesehen, gerade  in der Weihnachtszeit wird er jedoch gerne als Küchenkraut verwendet: Der Beifuß (Artemisia vulgaris).

Als "Fettverdauer" passt er ideal zur traditionellen Weihnachtsgans und macht durch seine Bitterstoffe fette Speisen bekömmlich und leichter verdaulich. Zum Braten, Kochen und Backen kommt er frisch oder getrocknet  zum Einsatz.

In der Naturheillehre ist er - meist als Tee verabreicht - bekannt dafür, Magen- und Darmbeschwerden und auch Übelkeit zu lindern. Weil er ein stark wirkendendes Heilkraut ist, darf der Beifuß jedoch nicht zu hoch dosiert sein und zu lange verwendet werden.

Schon in der Antike wurde Beifuß häufig eingesetzt. Die Römer sollen bei langen Fußmärschen gerne Beifuß in den Sandalen oder zumindest bei sich getragen haben, um müden Beinen vorzubeugen. Es wird aber vermutet, dass sich der deutsche Name "Beifuß" nicht davon ableiten lasse.

Nichtdestotrotz machen ein Fußbad oder Einreibungen mit Beifuß auch heute noch nach dem Wandern oder langem Stehen müde Beine wieder munter und fördern die Durchblutung kalter Füße im Winter.

Die chinesische Pharmakologin Tu Youyou erhielt 2015 den Medizinnobelpreis für Ihre Forschungen rund um den Wirkstoff Artemisinin, der im Einjährigen Beifuß enthalten ist und Malaria-Erreger bekämpft.

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