Ort der Wald- und Naturwesen

Das fantasievolle Naturerlebnis für die ganze Familie
  • Ort der Wald- und Naturwesen das fantasievolle Naturerlebnis für die ganze Familie
  • Besuche Gnome, Sylphen, Lindwürmer, Nymphen, Trolle, Frau Holle und andere fantastische Waldgestalten. Lass dich verzaubern!
  • Familien & Kinder Erlebnisstation "Ort der Wald- und Naturwesen" auf dem Kneipp-Waldweg Bad Wörishofen
  • Info Flyer, Information zum Familien Ausflug, Ausflugsziel und Wanderung im Kneipp Wald

Tief drin in den Wäldern rund um Bad Wörishofen, verborgen und vor neugierigen Blicken geschützt, tummeln sich auf einer Lichtung viele geheimnisvolle Gestalten: Gnome, Sylphen, Lindwürmer, Nymphen, Trolle, Frau Holle und andere fantastische Waldgestalten. Lass dich verzaubern!

Die neue Erlebnisstation "Ort der Wald- und Naturwesen" auf dem Kneipp-Waldweg ist ein Gemeinschaftsprojekt des Kur- und Tourismusbetriebes Bad Wörishofen, der Städtischen Gartenbauabteilung, der Bayerischen Staatsforsten und des Amtes für Ernährung, Landwirschaft und Forsten und wurde im April 2016 eröffnet.

Info-Flyer zum "Ort der Wald- und Naturwesen"

 

 

 

Der Wald ist nicht nur ein einzigartiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen, sondern auch eine Brücke zu den Welten der Naturwesen. Viele Sagen und Legenden haben hier ihren Ursprung.

Wald- und Naturwesen stehen in Verbindung mit einem bestimmten Ort in der Natur – zum Beispiel einer Pflanze, einem Fluss oder Felsen – und werden den vier Elementen Erde, Wasser, Luft und Feuer zugeteilt. Es wird angenommen, dass diese Wesen die Natur verteidigen. In vielen Geschichten helfen sie den Menschen, die gut zur Natur sind, und schaden denen, die die Natur oder ihre Bewohner bedrohen.

Naturwesen gelten als menschenscheu, obwohl sie in ihrer Erscheinung und ihrem Verhalten uns Menschen ähnlich sind.

Im Allgemeinen scheint es sich bei den Naturwesen um keine rein geistigen Wesen zu handeln. Vielmehr scheinen sie in der breiten Mehrzahl an eine feste körperliche Existenz gebunden zu sein. Hierin liegt ein Unterschied zu den Gespenstern, deren Gestalt in der Regel keine festen Strukturen aufweist. Das schließt allerdings nicht aus, dass die Naturwesen wechselnde äußere Gestalten annehmen, zumal sie nicht selten über Zauberkräfte verfügen.

Naturwesen in Märchen und Geschichten

In einigen Märchen wird den Naturwesen eine Affinität zu Menschenkindern unterstellt, welche sie gegen ihre eigenen Nachkommen nach der Geburt austauschen. Diese sogenannten Wechselbälger, die den Menschen untergeschoben wurden, zeichnen sich meist durch einen unangenehmen Charakter aus und quälen ihre Ersatzeltern durch ständiges Schreien etc.

Ein beliebtes Motiv der Romantik ist die Liebe zwischen einem Naturwesen (meist einer Nymphe oder einer Elfe) und einem Menschen, welche tragisch endet, da der jeweilige Traumpartner unerreichbar bleibt. Die Liebe zu einer Undine vermittelt dieser eine Seele. Bei Paracelsus heißt es, dass die Naturwesen die Ehe mit Menschen eingehen wollen, um so an dem Bündnis der Götter mit den Menschen teilhaben zu können und eine Seele zu erlangen, denn sie selbst besäßen keine eigene.

Naturwesen in Religionen

Naturwesen sind Bestandteil zahlreicher Naturreligionen und häufig von dort in weiterentwickelte Religionen übergegangen, so die arabischen "Dschinn" in den Islam, die "Bhutas" in den Hinduismus oder Geister des tibetischen Volksglaubens "Bön" in den tibetischen Buddhismus.

Der Rang einer Gottheit wird Naturwesen im Allgemeinen nicht beigemessen.

Ihre Bedeutung heute

Westliche Welt: Für die Mehrzahl westlich geprägter Menschen dürfte die Beschäftigung mit Naturwesen unterhaltenden Charakter haben, der aus spannenden oder romantischen Geschichten entsteht und zudem eine Ahnung der Vorstellungen und Ängste unserer Vorfahren vermittelt, zumal sie Bestandteile zahlreicher beliebter Erzählungen der Volksmythologie (Märchen, Sagen) vieler Völker sind. Einige Menschen nehmen allerdings auch heute für sich in Anspruch, Naturwesen (und andere Geister) wahrnehmen oder mit ihnen kommunizieren zu können.

Island: Auf Island ist der Umgang mit den Naturwesen heute noch so lebendig, dass spezielle Geisterkundige, man nennt sie Elfenbeauftragte, vor Baumaßnahmen mit den Naturwesen kommunizieren, da sonst bezeugte Probleme wie Maschinenausfälle oder Unfälle beim Bau auftreten. Daher gibt es auf Island oft scheinbar unsinnige Straßenverläufe, weil die Wohnstatt von Naturwesen umgangen werden muss. Das Verhältnis zur Geisterwelt ist in den Nordischen Ländern lebendiger als in Mitteleuropa.

Tibet: Auch in der tibetischen vorbuddhistischen Urreligion Bön spielen Naturwesen und deren Besänftigung oder Beherrschung eine bedeutende Rolle. Einzelne Elemente dieser Kultur haben Eingang in den tibetischen Buddhismus gefunden. Zur Zeit der ersten Verbreitung des Buddhismus in Tibet war die Bezwingung der tibetischen Naturwesen durch den tantrischen Meister Padmasambhava zentrale Voraussetzung für die Verbreitung des Buddhismus im Lande. Viele der durch Padmasambhava bezwungenen Naturwesen wurden unter Eidesleistung als Schützer der Lehren Buddhas installiert.

Anthroposophie: Die Anthroposophie integriert die Vorstellungen über Naturwesen aus dem alten Volksglauben. Manche Anthroposophen suchen durch Medien die Verbindung mit den Naturwesen.

Esoterik: Der Glaube an die reale Existenz von Naturwesen hat im Rahmen der Esoterik zugenommen, wobei die mythologischen Ansätze sehr gerne mit Einflüssen der Fantasy vermengt werden.

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